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The Grand versus Borchardt: Was man im Hotspot in Berlin beachten sollte

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Natürlich hat man als Nicht-Berliner wenig Argumente gegen das Prominenten-Restaurant Borchardt an der Französischen Straße in Berlin-Mitte. Dennoch wagen wir einen Alternativ-Vorschlag: das Restaurant The Grand in der Hirtenstraße 4, ebenfalls Berlin-Mitte.

The Grand vereint Restaurant, Club, Lounge und Bar in einem. Und kommt dennoch nicht als Wundertüte daher, wo jeder mit allem bedient wird. Die Speisen sind so ausgewählt wie das Ambiente, Berliner Schick eben. Es soll alles ein bisschen heruntergekommen aussehen, aber alles ist klinisch rein. Wie im Borchardt geht’s um das Sehen und Gesehenwerden. Also nicht auf die Galerie abschieben lassen, sondern einen Tisch in der Mitte vom Erdgeschoss verlangen. Wenn man warten muss: Kein Problem. Die Bar im Bereich hinten ist wunderbar und lädt zum ausgedehnten Aperitif ein.

Und nach dem Essen keinesfalls heimgehen. Entweder sitzen bleiben – oder zurück an die Bar. Denn diese Bar hat etwas Magisches. Einmal hier angekommen, bleibt man stundenlang. Es gibt kein Entkommen. Unbekannte Menschen laden zum Mittrinken ein, und ein Glas ergibt das andere. Einfach gemütlich. Muss wohl daran liegen, dass hier das Borchardt-Konzept vom Patron übernommen wurde: Man kommt sich hier wie unter Seinesgleichen vor. Eine Liga halt. Das ist zwar rational so unsinnig wie im Borchardt, aber es funktioniert. The Grand ist jeden Abend voll. Rainer Möckel leistet hier eine unvorstellbar gute Arbeit.

Darum ist im The Grand wie im Borchardt eine Reservierung zu empfehlen. Nicht traurig sein, wenn es am Anfang nicht den besten Tisch von allen gibt. Über die Zeit muss man sich, wieder wie im Borchardt, hochdienen und aufsteigen… Beim ersten Besuch immer Fleisch bestellen. Und dazu einen israelitischen Rotwein. Eine tolle Kombination zum Start im The Grand.

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