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Hamburg: Alsterperle im Herbst

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Von allen schönen Plätzen zum Genießen wird das Café Alsterperle am Schwanenwik wohl am meisten in Hamburg unterschätzt. Die Alsterperle ist eine bessere Bretterbude mit ein paar Tischen, nicht mehr. Und doch eine Institution.

Legendär sind die Sommerabende in der Alsterperle. Ein Weizenbier, vielleicht eine Brezel, mehr braucht man nicht zum After Work mit Alsterblick zur Innenstadt. Die Kinder verdrücken sich Richtung Schaukel oder füttern die Schwäne. Den Rest besorgt der laue Wind, der hier immer weht.

Entspannung pur.

Was niemand außerhalb von Hamburg weiß: Im späten Herbst ist die Alsterperle nicht weniger entspannend.

An den Tischen liegen Decken in ausreichend hoher Zahl, um sich einzumummeln und den ersten Glühwein der Saison zu genießen. Jetzt kommen nur die, die Hamburg wirklich lieben. Die, die die Alster (yes, dreimal „die“) rau und ohne Segelschiffe lieben. Die es auf eine spontane Konversation mit unbekannten Tischnachbarn anlegen. Und die ein Croissant ebenso schätzen wie eine frische Bratwurst vom Grill.

Besonders zu empfehlen ist der Sonntagnachmittag. Die Alsterperle ist ein fest eingeplanter Stopp auf jedem ordentlichen Alster-Spaziergang (immerhin 7,5 Kilometer) und damit Treffpunkt für jeden, der nicht auf die Uhrzeit achten muss. Die Selbstbedienung ist sehr geschickt konzipiert: rechts am Fenster bestellen und bezahlen, links am Fenster abholen und womöglich zurückbringen…

Hamburger wissen: In der Alsterperle lieber Tee und Glühwein als Kaffee und Cappuccino bestellen. (Bier kommt bei kalten Temperaturen ja eher nicht infrage.) Der Kuchen ist okay, eine Toilette vorhanden. Wer größeren Hunger hat: Auf der anderen Straßenseite liegt gleich das Literaturhaus-Café, wo Essen und Kaffee in bester Qualität angeboten werden.

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