> > Journalisten unter der Taz: Lunch im Sale e Tabacchi Berlin

Journalisten unter der Taz: Lunch im Sale e Tabacchi Berlin

In Berlin gibt es so wunderbare traditionsreiche Restaurants und Lokale, dass man beim Aufzählen ins Schwärmen gerät. Zum Beispiel „Zur letzten Instanz“. Oder das „Borchardt“. Oder eben Sale e Tabacchi Berlin, das ehemals stolze italienische Restaurant in der Kochstraße.

Seit die Kochstraße den Namen in Rudi-Dutschke-Straße wechseln musste, ist im Sale e Tabacchi nichts mehr, wie es war. Zufall? Zumindest endet der Besuch im Sale e Tabacchi meistens mit einer Enttäuschung. Zuletzt roch es im Restaurantbereich übel nach Fäkalien, eine Zumutung für Nase und Gaumen. Dabei ist das Essen besser als sein Ruf. (Spötter sagten früher: Fürs Essen geht man nicht ins Sale e Tabacchi.) Sehr zu empfehlen: zuerst Mozzarella di Bufala mit dem frischen Sauerteigbrot, dann Ravioli mit Kürbisfüllung und – wenn vorrätig – schwarzem Trüffel.

Sale e Tabacchi Berlin im Sommer besonders schön

Sale e Tabacchi Berlin

Sale e Tabacchi in Berlin

Leider ist der Service etwas träge, und wenn man Pech hat, bekommt man einen ungünstigen Tisch – dicht gedrängt zum Nachbarn, mit dem Rücken zum Raum. Und aufpassen sollte man hier, was man sagt. Im Sale e Tabacchi, mittendrin im alten Zeitungsviertel, ist die Journalistendichte besonders hoch. Die linke Tageszeitung „taz“ wird ein paar Stockwerke drüber produziert, die „Bild“ zwei Blocks die Straße runter…

Schön ist das Restaurant im Sommer: Ganz hinten liegt eine Terrasse, die Schatten spendet und zum Verweilen einlädt. Kurzum: Um die alte Berliner Gastlichkeit kennenzulernen, lohnt sich der Besuch am Nachmittag.

Update zum Sale e Tabacchi Berlin

UPDATE: Wie dem Kommentar zu entnehmen ist, hat sich das Restaurant „Sale e Tabacchi“ gemeldet und versichert, dass die Geruchsbelästigung von den Stockwerken drüber verursacht und inzwischen beseitigt worden. Wir glauben das gerne und werden entsprechend dem Wunsch auch die Überschrift anpassen. Vorher stand dort „Aufpassen im Sale e Tabacchi in Berlin“, jetzt: „Journalisten unterhalb von der Taz: Lunch im Sale e Tabacchi in Berlin“.

Die Journalistenlokale, wie das Max und Moritz in Zürich oder das Café beim ZDF, stellen wir ja gerne vor.

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Kommentare
  • Piero de Vitis  07.12.2013

    Ciao,Pit,
    Gerade habe ich Ihre (alte) Blogmitteilung gelesen. An den „Gestank“ kann ich mich noch erinnern – ein echtes Drama! Die TAZ hat in den Stockwerken obendrüber irgendwie einen Rohrbruch produziert und das hat sich leider durch die Decke bis zu uns heruntergefressen. Inzwischen ist aber alles längst wieder schön, sauber und „olfaktorisch unbelastend“. (Hinweis: wir schließen vom 16.12. 2013 bis einschl. 26.12., um die ständig in diesem uralten Haus notwendigen Reparaturen durchführen zu lassen.) Übrigens: Wenn Sie unsere Toilettenräume besucht haben, werden Sie festgestellt haben, dass es dort keinerlei Geruchsbelästigung gibt.)
    Für uns ist übrigens die „lustige“ Überschrift mit dem „Aufpassen“ – das sich ja aufs gesprochene Wort in Anwesenheit von sovielen Journalisten beziehen soll – eher unangenehm. Können Sie das eventuell „harmloser“ formulieren?
    Mit freundlichen Grüßen
    Piero de Vitis, Sale e Tabacchi
    Tel 0151 54766105

    • Pit Gottschalk  07.12.2013

      Ciao Piero, wir sind sehr dankbar für den Hinweis und haben im Text erwähnt, dass die Geruchsbelästigung beseitigt ist – siehe Update. Auch haben wir die Überschrift geändert.

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