> > Zwick am Mittelweg: Treff für Hamburgs Nachtschwärmer

Zwick am Mittelweg: Treff für Hamburgs Nachtschwärmer

Das Zwick in Hamburg ist eine Institution: Die Kneipe liegt am Mittelweg in Pöseldorf, dem spießigsten Stadtteil von Hamburg („Schnöseldorf“), und zieht seit Jahren Nacht für Nacht jene Hamburger an, die Rockmusik zum Bier lieben oder nicht schlafen können oder beides. Das Zwick ist ein Muss für jeden Hamburg-Besucher.

Doch Vorsicht: An der Reeperbahn, genauer: am Millerntorplatz gibt’s ein zweites Zwick, eins für Touristen. Klinisch rein und noch sehr jung. Bloß nicht dorthin verirren. Wir reden vom Zwick am Mittelweg! Jeder Taxifahrer in Hamburg kennt den Weg.

Zwick am Mittelweg: Immer Körperkontakt

Zwick am Mittelweg Hamburg

Zwick am Mittelweg Hamburg

Dieses Zwick widerspricht allen gastronomischen Gepflogenheiten. Es ist laut. Es wird drinnen geraucht. Zu den Toiletten geht’s halsbrecherisch die Treppen hinunter, und bis man den Tresen erreicht, war jeder Neuankömmling mit einem halben Dutzend fremder Menschen auf Körperkontakt. Versprochen: Im Zwick bleibt man nicht lange alleine stehen, man kommt hier schnellstens ins Gespräch. Womöglich deswegen ist der Laden fast jede Nacht gerammelt voll. Am besten geht man nach Mitternacht hin. Das ist dann Zwick live.

Zwick am Mittelweg: Zu Gast bei Udo Röbel

Die Prominenz, die in die Stadt kommt, geht garantiert dorthin. Das hat mit Udo Röbel zu tun. Der Romanautor und ehemalige Chefredakteur der Bild-Zeitung, berühmt geworden, als er beim Gladbecker Geiseldrama ins Auto der Entführer stieg, legt hier gelegentlich Musik auf. Seine Lieblingsmusik. Kein Wunder, er ist am Zwick beteiligt.

Zwick am Mittelweg trotzt allen Modetrends

Das Zwick am Mittelweg gehört zu den weniger Kneipen, die der Neuzeit getrotzt haben, das ebenso legendäre Onkel Pö in Eppendorf konnte es seinerzeit nicht. Ebenso wenig der Silbersack auf dem Kiez. Um die Zukunft des Zwick muss einem nicht bange sein. Die Leute lieben inzwischen die rustikalen Kneipen, von denen es ein weiteres gibt: die Schramme im Schrammsweg, Eppendorf. Aber das ist eine andere Geschichte.

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